Auch im Jahr 2018 nahmen der Forschungsverbund und seine Mitgliedsinstitute an der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam teil. Zu finden war der gemeinsame Infostand im Haus der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte. Wir freuten uns, den Forschungsverbund durch verschiedene Mitmachexperimente, Spiele und persönliche Gespräche repräsentieren zu können. Mit dabei waren MitarbeiterInnen der Leibniz-Institute LSB@TUM, IPK, ZALF, IGZ und ATB.

Wie verträglich ist Weizen? Sind alte Sorten besser als neue?

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben (IPK) und das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München (LSB@TUM) forschen im Projekt "Wheatscan"gemeinsam an Fragen zur Weizenverträglichkeit. Weizenunverträglichkeiten sind in der öffentlichen Wahrnehmung hoch präsent und eine glutenfreie Ernährung liegt auch ohne klare medizinische Notwendigkeit im Trend. Doch macht Weizen wirklich krank und sind alte Sorten besser als neue? Um die gesündesten zu identifizieren, untersuchen das IPK sowie das LBS 60 Weizensorten, die zwischen 1891 und 2010 den Anbau in Deutschland dominierten.

Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) forscht an technik- und produktionsbezogenen Fragen. Hierzu wurde sowohl an unserem Infostand als auch durch einen Vortrag informiert. Der 30-minütige Vortrag zum Thema

Landwirtschaft 4.0: Drohnen, Daten, Digitale Früchte

von Dr. Manuela Zude informierte über die fortschreitende Digitalisierung in der Landwirtschaft. Kirschen signalisieren per SMS "erntereif", Obstbäume stellen den Wasserhahn an, um ihren individuellen "Wasserdurst" zu stillen, Gurken werden von Robotern geerntet: Die Digitalisierung hat auch im Gartenbau Einzug gehalten. Miniaturisierte Sensoren auf Früchten erfassen die Fruchtentwicklung am Baum oder auch im Lager. Via App übertragen auf das Smartphone des Landwirts bieten die Daten smarte Unterstützung z.B. zur Erntezeitbestimmung oder beim Lagermanagement. Der Vortrag stellt Beispiele vor, wie Digitalisierung helfen kann, Wasser und Nährstoffe bedarfsgerecht und präzise zu nutzen.

Wie "smart" kann Landwirtschaft sein?

Besucherinnen und Besucher erhielten einen Einblick in die Arbeit des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. an Smart Farming-Technologien in der europäischen Landwirtschaft. Das Projekt trägt den Namen smartAKIS und bildet ein thematisches Netzwerk. Welche Lösungen passen zu den Bedürfnissen in der Praxis und wo liegen die Grenzen für eine Akzeptanz? Hier ist Ihre Meinung interessant und Sie erfahren auch, wie andere europäische Länder zu diesen Themen stehen.

Wie beeinflusst die Umwelt die Abwehrkräfte der Pflanzen? Was können Sie tun, damit Ihre Pflanzen gesund bleiben?

Patient Pflanze: Hier lernten die Besucher mehr über die Funktion des pflanzlichen Immunsystems. Als fünfter Verbundpartner war das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) vertreten. Ein Forschungsschwerpunkt am IGZ ist die Aufklärung der Prozesse des pflanzlichen Immunsystems und die Frage, wie sich die Erkenntnisse in die Praxis übertragen lassen, z.B. wie pflanzliche Immunabwehr funktioniert und was sie von der menschlichen unterscheidet.

Book a Scientist

Darüber hinaus standen auf der Langen Nacht der Wissenschaften WissenschaftlerInnen für ein Gespräch im Haus der Leibniz-Gemeinschaft zur Verfügung. Im neuen Veranstaltungsformat "Book a Scientist" konnte ein zwanzigminütiges Gespräch mit Experten und Expertinnen zu einem bestimmten Thema gebucht werden. 

Zu den Themen des Verbunds konnten Besucherinnen mit dem Sprecher unseres Verbunds Dr. Reiner Brunsch diskutieren.