Leibniz-Forschungsverbund „Lebensmittel & Ernährung”

© Foto: FBN/Hennings

Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)

Das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) wurde am 29. Januar 1993 in Dummerstorf gegründet. Hier entstand schon 1939 das Kaiser-Wilhelm-Institut für Tier­zuchtforschung. 1970 wurde das Forschungszentrum für Tier­produktion (FZT) Dummerstorf-Rostock gegründet. Das FBN hat einen wesentlichen Teil der Standortpotenziale des FZT integriert.

Der Zweck der Stiftung ist die anwendungsorientierte Grund­lagenforschung auf dem Gebiet der Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere. Das FBN Dummerstorf erforscht die funktionale Bio­diversität von Nutztieren in ihrer Umwelt als Grundlage der Do­mestikation und als wesentliche Komponente einer nachhaltigen Landwirtschaft und der menschlichen Ernährung.

Die FBN-Forschung ist interdisziplinär konzipiert. In sechs For­schungsbereichen und einer Forschergruppe erforschen Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen gemeinsam die Grundlagen von Genetik, Fortpflanzung, Ernäh­rung, Verhalten, Wachstum und Entwicklung landwirtschaftlicher Nutztiere. Das FBN wendet dazu eine systemische Betrachtung der Nutztiere an. Aus der Aufklärung von Regulationsprozessen wer­den objektive Kriterien zur Gestaltung tier- und umweltgerechter Haltungsbedingungen und Lösungsansätze zur gezielten Beein­flussung von Merkmalen abgeleitet.

Im FBN bestehen Stallkapazitäten für bis zu 450 Großvieheinheiten und eine Schlachtstätte. Im Institut werden eine Milch­kuhherde, Mastrinder, Schweine, Stuten, Zwergziegen, Schafe und Labornager gehalten.