Leibniz-Forschungsverbund „Lebensmittel & Ernährung”

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Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung

Der Leibniz-Forschungsverbund "Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung" stellt sich den Herausforderungen einer komplexen Welt, in der die Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung stark von knappen Ressourcen, klimatischen Bedingungen und dem Umgang mit der Natur abhängen. Entlang der Wertschöpfungskette verknüpft der Verbund Forschungsinstitute durch die Schaffung eines disziplinübergreifenden Wissenschaftsnetzwerks. Durch einen intensiven Austausch können Forscher so gemeinsam die globalen Ziele der Ernährungssicherung und Gesundheit von Mensch und Umwelt verfolgen.

Organisatorisch ist der Forschungsverbund in der Leibniz-Gemeinschaft verankert und wird derzeit von 13 Verbundpartnern unterschiedlicher Disziplinen vorangetrieben.

 


Aktuelle Verbundprojekte


 

 

PostDoc-Workshop “Protein production-criteria for optimization”, FBN Dummerstorf

Der Workshop im Rahmen des Projekts "Protein Paradoxes" des Leibniz-Forschungsverbunds „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ (LFV LE) wurde vom 28. - 30. Mai 2018 am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf veranstaltet.

 

In Zeiten des Klimawandels wird die Lebens- und Futtermittelproduktion zu einer der größten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Obwohl Nutztiere einen großen Anteil an den globalen CO2-Emissionen haben, sind nur Wiederkäuer in der Lage, das für die menschliche Ernährung nutzlose Gras in wertvolles Protein umzuwandeln.

 

Der Workshop „Protein production-criteria for optimization“ wurde mit 22 Teilnehmern, überwiegend NachwuchswissenschaftlerInnen und PostDocs aus allen im LFV LE vertretenen Disziplinen sowie aus den assoziierten Partnerinstituten durchgeführt.

Im Rahmen des Workshops erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, Grenzen und Chancen einer Optimierung der Proteinproduktion anhand ausgewählter "Was-wäre-wenn"-Szenarien zu diskutieren: 

  • Was wäre, wenn Bewässerung in der landwirtschaftlichen Produktion verboten würde?
  • Was wäre, wenn sich eine bestimmte Region selbst versorgen müsste - angesichts einer zunehmend alternden Bevölkerung?
  • Was wäre, wenn die EU landwirtschaftliche Produktion auf den ökologischen Landbau beschränken würde?

Informationen zum Leibniz Verbundprojekt "Protein Paradoxa" finden Sie hier


Fachpodium auf dem GFFA

Futter zum Leben! - Alternativen für den Futtermittelsektor
18. Januar 2018, 15:30 - 17:30 Uhr, CityCube Berlin



Das Podium im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) wird ausgerichtet vom aktuellen Verbundprojekt "Proteinparadoxa". Wissenschaftler vom Leibniz-Forschungsverbund "Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung" diskutieren mit externen Experten über Chancen und Möglichkeiten der globalen Futterproduktion, wobei das Augenmerk auf nachhaltiger Proteinproduktion liegt:

• Wir schlagen einen neuen Ansatz in Sachen Tierfutter vor, der sich stärker als bisher alternative Proteinquellen wie Insekten, Algen und Leguminosen zunutze macht.

• Wir werden uns mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit der Einsatz von Kraftfutter sinnvoll ist, wenn Weidetiere wie Kühe, Ziegen und Schafe Gras in wertvolles Protein umwandeln und Schweine, Hühner und Fische Abfälle aufwerten können.

• Wir untersuchen neue Systeme wie Integrierte Multitrophe Aquakultur (IMTA, Meeresfrüchte und Seefisch) und Aquaponikanlagen (Süsswasserfisch), die beide versuchen nach dem Vorbild der Natur Kreislaufprinzipien anzuwenden.

• Zuletzt stellen wir uns die Frage, ob alternative Futterproduktion die steigende Nachfrage nach tierischem Protein stillen kann, oder ob die nachhaltige Produktion tierischer Eiweiße nur begrenzt möglich sein kann.

 


ALDI Nord Stiftungs GmbH unterstützt LFV LE

Die ALDI Nord Stiftungs GmbH fördert Partner und Projekte, deren Engagement der Gesellschaft und der Umwelt zugutekommt. Für ihre Aktivitäten im Bereich der nachhaltigen Lebensmittelproduktion und gesunden Ernährung fördert die ALDI Nord Stiftungs GmbH den Leibniz-Forschungsverbund "Lebensmittel und Ernährung", insbesondere das Projekt "Protein Paradoxes: Protein supply under the conditions of climate change – production, consumption and human health" mit einer großzügigen finanziellen Spende. Diese Mittel werden direkt in die Forschung einfließen und dazu beitragen, mögliche Proteinversorgungsstrategien für die Zukunft zu entwickeln.


Broschüren

NEWS

Astronautennahrung für Kühe

Foltan/ATB

Neue Publikation von u.a. PIK-WissenschaftlerInnen:

Können industriell gezüchtete Mikroben Rinder, Schweine und Hühner mit weniger Umweltschäden ernähren? mehr info

 

 

 

 

Wie können wir die Welt ernähren, ohne sie zu zerstören?

Am 26. Juni veranstaltet Der Tagesspiegel die World Food Convention 2018 in Berlin.

500 Entscheidungsträger aus Politik, Industrie, Diplomatie, NGOs und Wissenschaft diskutieren über die wichtigsten Fragen der globalen Nahrungsmittelproduktion und -verteilung. Keynote-RednerInnen sind u.a. Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

Ort und Zeit:

Dienstag, 26. Juni 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr BOLLE Säle, Alt-Moabit 98, 10559 Berlin

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt. Die Teilnahme ist kostenlos.


 

 

Fachpodium auf dem GFFA

Am Donnerstag, den 18. Januar 2018, diskutierten Wissenschaftler unseres Forschungsverbunds gemeinsam mit externen Experten das Thema "Futter zum Leben! - Alternativen für den Futtermittelsektor" diskutieren. Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen des 10. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), 18.-20. Januar 2018 im CityCube Berlin, statt. 

 


Das ATB ist jetzt auch auf Facebook und Twitter

Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB)  hat den Schritt in die sozialen Medien gewagt und informiert nun offiziell auf ihren Facebook und Twitter Accounts über aktuelle News, Events und andere wissenswerte Ereignisse im ATB.


Small Stakeholder Meeting (SSM)

Das erste Small Stakeholder Meeting (SSM) des LFV LE-Verbundprojektes "Proteinparadoxa"  fand am 7. September 2017 parallel zur internationalen INSECTA statt. Die Plattform bot Wissenschaftlern sowie Vertretern aus Wirtschaft und Politik die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung.


Proteinprojekt

Im Dezember 2016 startet der Leibniz-Forschungsverbund "Lebensmittel und Ernährung" das Verbundvorhaben Protein Paradoxes: Protein supply under the conditions of climate change – production, consumption and human health. Das von der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Projekt untersucht und erforscht mögliche Proteinversorungsstrategien in Zeiten wachsender Weltbevölkerung und des Klimawandels.